Vergleich · Virtualisierung

Proxmox vs. VMware: der Vergleich für den Unternehmensbetrieb

Fazit vorab

Proxmox vs. VMware im Unternehmensbetrieb: Proxmox VE passt, wenn Hochverfügbarkeit, Live Migration und verteilter Ceph-Storage Ihren Bedarf abdecken. Die Plattform bringt sie ohne Lizenzgebühr mit, Herstellersupport gibt es optional pro CPU-Sockel. VMware vSphere bleibt vorerst sinnvoll, wenn Sie Fault Tolerance, nur für vSphere freigegebene Software oder laufende Verträge haben. Den Ausschlag geben Funktionsbedarf, Support-Fristen und Ihr Betriebsmodell.

Inhalt
  1. Vergleich auf einen Blick
  2. Was sich im Betrieb ändert
  3. Wann VMware vorerst sinnvoll bleibt
  4. Kosten: der Rechenweg
  5. Der Umstieg in Kurzform
  6. Proxmox als Managed Cluster
  7. Häufige Fragen
  8. Quellen und Stand

Überblick

Proxmox vs. VMware auf einen Blick: acht Kriterien

Proxmox VE und VMware vSphere betreiben beide virtuelle Maschinen (VMs) im Cluster, verschieben laufende VMs zwischen Servern und starten sie nach einem Ausfall automatisch neu. Die Unterschiede liegen im Lizenzmodell, in der Verwaltung und im Support: Proxmox VE ist Open-Source-Software und wird dezentral verwaltet, vSphere wird im Abonnement pro CPU-Kern lizenziert und zentral über vCenter Server gesteuert.

Für diesen Vergleich der VMware-Alternative Proxmox VE nutzen wir ausschließlich Herstellerangaben, jede mit Quelle und Stand-Datum. Mehr zu Hochverfügbarkeit und Proxmox: weitere Ratgeber in unserer Rubrik Wissen.

Vergleich Proxmox VE und VMware vSphere nach acht Kriterien (Stand: Oktober 2026)
KriteriumProxmox VEVMware vSphereQuellen
Lizenzmodell Open Source unter der GNU AGPL v3 und ohne Lizenzgebühr nutzbar. Optionale Subscriptions werden pro belegtem CPU-Sockel und Jahr berechnet; die Zahl der Kerne spielt keine Rolle, der Funktionsumfang hängt nicht von der Stufe ab. Nur noch im Abonnement, etwa als VMware Cloud Foundation (VCF) oder VMware vSphere Foundation (VVF). Lizenziert wird pro physischem CPU-Kern, mindestens 16 Kerne je CPU. [2] [7] [8] [9]
Hochverfügbarkeit Der HA Manager gehört zum Lieferumfang. Er grenzt ausgefallene Nodes per Watchdog-Fencing ab und startet ihre VMs auf anderen Nodes neu; laut Dokumentation ab drei Nodes für ein verlässliches Quorum. vSphere HA startet die VMs eines ausgefallenen Hosts auf anderen Hosts neu. Für einzelne VMs hält vSphere Fault Tolerance zusätzlich eine laufend gespiegelte Zweit-VM auf einem anderen Host bereit. [3] [10] [11]
Live Migration Laufende VMs wechseln zwischen den Nodes eines Clusters, auch mit lokalen Disks. Durchgereichte PCI- oder USB-Geräte verhindern derzeit die Live Migration. Die Hosts brauchen dieselbe CPU-Architektur und laut Dokumentation CPUs desselben Herstellers mit ähnlichen Fähigkeiten. vMotion verschiebt laufende VMs zwischen Hosts; die Prozesse der VM arbeiten während der Migration weiter. [4] [12]
Verteilter Storage Ceph läuft hyperkonvergent auf den Cluster-Nodes und wird über Weboberfläche oder Kommandozeile verwaltet. Proxmox setzt mindestens drei Server voraus; neue Pools haben standardmäßig drei Repliken. vSAN läuft als Teil des ESXi-Hypervisors und bündelt die lokalen Datenträger der Hosts zu einem gemeinsamen Speicherpool. Lizenziert nach Kapazität in TiB; VCF enthält 1 TiB je Kern, VVF 0,25 TiB. [5] [9] [14]
Backup-Integration Eingebautes Backup (vzdump) mit konsistenten Snapshots laufender VMs. Mit Proxmox Backup Server kommen Deduplizierung, clientseitige Verschlüsselung und Live-Restore hinzu. Sicherung über Backup-Software von Drittanbietern, die die vSphere Storage APIs - Data Protection nutzt: Voll-, differenzielle und inkrementelle Image-Backups, ohne die VMs anzuhalten. [1] [6] [15]
Verwaltung (GUI und API) Weboberfläche, Kommandozeile und REST-API auf jedem Node. Es gibt keinen zentralen Verwaltungsserver: Jeder Node kann den ganzen Cluster verwalten (Multi-Master). vCenter Server verwaltet die ESXi-Hosts zentral, bedient über den HTML5-basierten vSphere Client. Dazu kommen Kommandozeilen sowie APIs und SDKs, etwa PowerCLI. [1] [16] [17] [18]
Herstellersupport Subscriptions Basic, Standard und Premium: garantierte Erstreaktion auf kritische Anfragen binnen eines Werktags, vier oder zwei Stunden, für Europa an österreichischen Werktagen von 7 bis 17 Uhr (MEZ/MESZ). Premium ab 19. Oktober 2026 rund um die Uhr, Standard laut Proxmox bis Ende 2026. Community ohne Ticket-Support. Über Broadcom. Das Datenblatt „VMware Production Support“ nennt für Schweregrad 1 eine Zielreaktion von 30 Minuten rund um die Uhr, für die Schweregrade 2 bis 4 Reaktionen innerhalb der Geschäftszeiten (Datenblatt-Stand 07/2023). [2] [19]
Support-Fristen Jede Hauptversion wird mindestens so lange gepflegt wie ihre Debian-Basis, laut Proxmox etwa drei Jahre. Proxmox VE 8 erhielt Updates bis August 2026; für Proxmox VE 9 (seit August 2025) steht noch kein Enddatum fest. Den allgemeinen Support für vSphere 7.0 hat Broadcom zum 2. Oktober 2025 beendet. Die Frist für vSphere 8 (ESXi 8.x und vCenter Server 8.0) nennt das Broadcom Product Lifecycle Portal. [7] [20] [21]

Die Nummern verweisen auf die Quellenliste am Seitenende. Alle Herstellerangaben abgerufen am 9. Oktober 2026 · Stand: Oktober 2026. Funktionsumfang, Lizenzbedingungen und Fristen können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Angaben der Hersteller.

Unterschiede zwischen Proxmox und VMware im Betrieb

Beim Wechsel von VMware vSphere zu Proxmox VE ändern sich vor allem drei Dinge: die Verwaltung, die Hochverfügbarkeit und der Storage-Betrieb. Anstelle eines zentralen vCenter-Servers kann bei Proxmox VE jeder Node den ganzen Cluster verwalten. Ausgefallene VMs starten wie bei vSphere HA auf einem anderen Node neu. Eine laufend gespiegelte Zweit-VM wie bei vSphere Fault Tolerance beschreibt die Proxmox-Dokumentation nicht.

Wie einzelne vSphere-Funktionen in Proxmox VE heißen, zeigt die Tabelle Was wird woraus auf unserer Migrationsseite. Hier geht es um die Folgen für Ihren Betrieb.

Schema · Vergleich Verwaltung: zentral über vCenter oder auf jedem Node
  • Verwaltung
  • Cluster-Kommunikation
  • verteilter Storage
Bei VMware vSphere verwaltet vCenter Server die ESXi-Hosts zentral. Bei Proxmox VE kann jeder Node den ganzen Cluster verwalten; Corosync verteilt die Konfiguration in Echtzeit an alle Nodes.
Schema als Text
  1. VMware vSphere: vCenter Server ist die zentrale Verwaltungsinstanz für ESXi-Host 1, 2 und 3.
  2. vSAN bündelt die lokalen Datenträger der drei Hosts zu einem gemeinsamen Speicherpool.
  3. Proxmox VE: Node 1, 2 und 3 tragen jeweils Weboberfläche, REST-API und Kommandozeile; einen zentralen Verwaltungsserver gibt es nicht.
  4. Corosync verbindet die Nodes und repliziert die Konfiguration über das Cluster-Dateisystem pmxcfs auf alle Nodes.
  5. Ceph verteilt die Daten über alle drei Nodes; neue Pools legt Proxmox standardmäßig mit drei Repliken an, in den Paketen Essentials und Business liegt jeder Datenblock in drei Repliken vor.

Verwaltung: vCenter Server oder Multi-Master

In vSphere ist vCenter Server die zentrale Verwaltungsinstanz für alle ESXi-Hosts; er läuft als vorkonfigurierte VM und ist damit selbst ein System, das betrieben werden muss. Proxmox VE speichert die Konfiguration im Cluster-Dateisystem pmxcfs, das Corosync in Echtzeit auf alle Nodes repliziert. Fällt ein Node aus, bleibt der Cluster über die übrigen Nodes verwaltbar.

Hochverfügbarkeit: Neustart der VMs auf anderen Nodes

Proxmox HA und vSphere HA arbeiten nach demselben Prinzip: Fällt ein Server aus, starten seine VMs auf einem anderen Server neu. Für diese VMs bedeutet das eine Unterbrechung bis zum Neustart. Proxmox nennt für den HA Manager typische Zeiten von etwa zwei Minuten für Fehlererkennung und Failover; bis die Dienste in der VM wieder antworten, kommt die Startzeit des Gastsystems hinzu. Vorher grenzt Fencing den ausgefallenen Node ab, damit keine VM doppelt läuft. Die verbleibenden Nodes brauchen dafür ein Quorum, also die Mehrheit der Stimmen im Cluster. Wie Quorum und Fencing einen Split-Brain verhindern, erklärt unser Ratgeber Split-Brain, Quorum und Fencing.

vSphere Fault Tolerance geht für einzelne VMs weiter: Eine Zweit-VM auf einem anderen Host wird laufend nachgeführt und übernimmt bei einem Host-Ausfall. In unseren Clustern setzen wir für solche Dienste auf die Architektur: Der Loadbalancer nimmt einen ausgefallenen Node binnen Sekunden aus der Verteilung. Dienste, die hinter dem Loadbalancer auf mehreren Nodes laufen, bleiben dabei erreichbar, sofern sich Ihre Anwendung so verteilen lässt. Wie das im Detail abläuft, zeigt unser Ablauf eines Failovers.

vSAN vs. Ceph: verteilter Storage im Vergleich

vSAN und Ceph lösen dieselbe Aufgabe: Sie bündeln die Datenträger der Cluster-Server zu einem gemeinsamen Speicher, sodass jede VM auf jedem Server starten kann. vSAN ist Teil des ESXi-Hypervisors und wird nach Kapazität lizenziert. Ceph ist ein eigenständiges Open-Source-System, das Proxmox VE direkt auf den Nodes installiert und verwaltet. Neue Pools legt Proxmox standardmäßig mit drei Repliken an und verlangt für Zugriffe mindestens zwei verfügbare Repliken.

In unseren Paketen Essentials und Business hält Ceph jeden Datenblock in drei Repliken auf verschiedenen Nodes und läuft über ein dediziertes Storage-Netz. Fällt eine Platte oder ein ganzer Node aus, gehen keine Daten verloren: Ceph stellt die Soll-Redundanz anschließend selbst wieder her. Während dieser Wiederherstellung steigt die I/O-Last; bei mehreren gleichzeitigen Ausfällen können einzelne Datenbereiche bis zum Abschluss vorübergehend nicht verfügbar sein. Für kompaktere Setups gibt es ZFS-Replikation; die Abwägung zeigt Ceph als Alternative zu vSAN.

Lastverteilung: DRS und Cluster Resource Scheduler

In vSphere übernimmt DRS (Distributed Resource Scheduler) die Ressourcenverwaltung und Lastverteilung auf Cluster-Ebene. Proxmox VE hat dafür den Cluster Resource Scheduler (CRS) mit einem zuschaltbaren automatischen Lastausgleich. Er verschiebt laut Dokumentation derzeit nur VMs und Container, die der HA Manager verwaltet, und zwar nacheinander. Wer DRS-Regeln intensiv nutzt, sollte sie vor einem Umstieg erfassen.

Backup: Drittanbieter-Schnittstelle oder integriert

In vSphere übernimmt die Sicherung Backup-Software von Drittanbietern, die die vSphere Storage APIs - Data Protection nutzt. Proxmox VE bringt mit vzdump ein eigenes Backup mit; Proxmox Backup Server ergänzt Deduplizierung, Verschlüsselung und Live-Restore, bei dem eine VM schon während der Wiederherstellung startet. Prüfen Sie vor einem Wechsel, ob Ihre Backup-Software Proxmox VE unterstützt oder ob Sie umstellen.

In unseren Clustern laufen Backups auf einer vom Cluster getrennten Backup-Infrastruktur mit definierten Aufbewahrungsfristen und regelmäßigen Restore-Tests. Ein HA-Cluster ersetzt kein Backup: Replikation kopiert auch Fehler, etwa versehentlich gelöschte Daten. Mehr dazu unter Backup und Disaster Recovery.

Wann VMware vorerst sinnvoll bleibt

VMware vSphere bleibt vorerst sinnvoll, wenn ein Umstieg mehr Risiko als Nutzen bringt. Das betrifft vor allem Umgebungen mit Funktionen ohne direkte Entsprechung, mit Software, die ihr Hersteller nur auf vSphere unterstützt, und mit bereits bezahlten Abonnements. Proxmox oder VMware ist dann keine Grundsatzfrage, sondern eine Frage des Zeitpunkts.

  • Fault Tolerance: Sie betreiben VMs, bei denen schon ein Neustart nicht vertretbar ist, und können den Dienst nicht auf mehrere Nodes hinter einem Loadbalancer verteilen.
  • Herstellerfreigaben: Eine Fachanwendung oder Appliance ist vom Hersteller nur für vSphere freigegeben, und der Support hängt an dieser Freigabe.
  • Tiefe Integration: Sie nutzen viele Funktionen aus VMware Cloud Foundation, etwa NSX oder umfangreiche DRS-Regeln, und haben Prozesse darauf aufgebaut.
  • Laufzeiten: Ihr Abonnement läuft noch länger, und bis zum Ende der Laufzeit bleibt genug Zeit für einen geordneten Umstieg.
  • Werkzeuge: Backup-, Monitoring- oder Automatisierungswerkzeuge sind eng an vCenter gebunden und für Proxmox VE noch nicht geprüft.

Ein Umstieg muss nicht alles auf einmal bewegen. Größere Umgebungen ziehen bei uns in Wellen über einige Wochen um; Sonderfälle wie Appliances mit Hardware-Bindung klären wir vorher in der Analyse.

vSphere 8 End of Support: der Zeitrahmen

Den allgemeinen Support für vSphere 7.0, also ESXi 7.x und vCenter Server 7.x, hat Broadcom zum 2. Oktober 2025 beendet. Die Frist für vSphere 8, also ESXi 8.x und vCenter Server 8.0, nennt das Broadcom Product Lifecycle Portal. Prüfen Sie dort das Datum für Ihre Version, bevor Sie den Umstieg terminieren.

Rechnen Sie vom Stichtag rückwärts: Analyse, Aufbau, Tests und Migration brauchen Zeit. Aufbau und Tests eines Clusters dauern bei uns typischerweise ein bis drei Wochen; danach folgt die Migration, bei größeren Umgebungen in Wellen.

Was kostet Proxmox im Vergleich zu VMware? Der Rechenweg

Proxmox VE ist ohne Lizenzgebühr nutzbar; optionale Subscriptions berechnet Proxmox pro belegtem CPU-Sockel. VMware vSphere gibt es nur im Abonnement, lizenziert pro CPU-Kern. Ein belastbarer Kostenvergleich stellt zusätzlich Hardware, Rechenzentrum und Betrieb über denselben Zeitraum gegenüber; die Variablen dafür setzen Sie mit Ihren eigenen Zahlen ein.

Rechenweg Variablen für den Kostenvergleich pro Jahr
VariableBedeutungWert oder Quelle
AVMware-Abonnement: lizenzierte Kerne mal Preis je Kern. Je CPU zählen die physischen Kerne, mindestens 16.Preis je Kern laut Ihrem Angebot; Zählregel laut Broadcom [9]
SProxmox-Subscription (optional): belegte CPU-Sockel mal Preis der StufeCommunity 120 €, Basic 370 €, Standard 550 €, Premium 1.100 €, jeweils netto pro Sockel und Jahr, Stand Oktober 2026 [2]
HHardware: Abschreibung, Wartung und Ersatz der ServerIhre Zahlen
RRechenzentrum und Netz: Fläche, Strom, Kühlung, AnbindungIhre Zahlen
BBetrieb: interne Stunden für Patches, Monitoring, Rufbereitschaft und Tests mal StundensatzIhre Zahlen
MMigration, einmaligbei uns als Festpreis-Angebot nach der Analyse
FMonatlicher Festpreis eines Managed Proxmox ClustersEssentials 449,99 € netto, Business 1.099,99 € netto, Enterprise auf Anfrage

Daraus ergeben sich drei Formeln für die laufenden Kosten pro Jahr:

  • VMware vSphere im Eigenbetrieb: A + H + R + B
  • Proxmox VE im Eigenbetrieb: S + H + R + B, dazu einmalig M
  • Managed Proxmox Cluster: 12 × F, dazu einmalig M

Beim Managed Proxmox Cluster brauchen Sie weder eigene Hardware noch ein eigenes Rechenzentrum: Die Nodes, ihr Betrieb in deutschen Rechenzentren, 24/7-Monitoring mit Rufbereitschaft, Updates und Support sind Teil des monatlichen Festpreises, ohne versteckte Stundensätze. H und B sowie die Rechenzentrumskosten aus R fallen damit nicht als eigene Posten an. Was der Festpreis im Einzelnen umfasst, legt Ihr schriftliches Konzept mit Komponentenliste fest. Der Aufwand für Ihre Anwendung bleibt in allen drei Varianten bei Ihnen.

Rechenbeispiel Lizenzseite: drei Server mit je zwei CPUs

Angenommen, Ihr Cluster hat drei Server mit je zwei CPUs zu je 12 Kernen, also 72 physische Kerne. Bei VMware zählen je CPU mindestens 16 Kerne: 3 × 2 × 16 = 96 lizenzierte Kerne, multipliziert mit Ihrem Preis je Kern. Bei Proxmox VE sind es 3 × 2 = 6 belegte Sockel. Mit Basic-Subscription ergibt das 6 × 370 € = 2.220 € netto pro Jahr, mit Premium 6 × 1.100 € = 6.600 € netto pro Jahr. Ohne Subscription fällt keine Lizenzgebühr an.

Der Umstieg von VMware zu Proxmox in Kurzform

Ein Umstieg von VMware zu Proxmox verläuft bei uns in neun Stationen; die Kurzform zeigt die fünf wichtigsten. Der neue Proxmox-Cluster entsteht parallel, Ihre VMware-Umgebung bleibt bis zum erfolgreichen Cutover, der Umschaltung des produktiven Betriebs, unangetastet und startklar. Den Termin für die Umschaltung legen Sie fest.

  1. Phase 01

    Analyse und Sizing

    Wir erfassen VMs, Netz, Storage und Abhängigkeiten und dimensionieren den Ziel-Cluster.

    Ergebnis Schriftliches Konzept mit Festpreis

  2. Phase 02

    Aufbau parallel

    Der Proxmox-VE-Cluster entsteht neben der Bestandsumgebung, inklusive Backup-Infrastruktur im Zielbild.

  3. Phase 03

    Migration und Tests

    Konvertierung von ESXi zu KVM inklusive Disk-Formaten und VM-Konfiguration, danach Tests je System.

  4. Phase 04

    Cutover mit Rollback-Plan

    Umschaltung je VM typischerweise im Minutenbereich, mit Rollback-Plan zurück auf die Bestandsumgebung.

  5. Phase 05

    Managed Betrieb

    24/7-Monitoring mit Rufbereitschaft, Updates und ein fester Ansprechpartner, der Ihren Cluster kennt.

Alle neun Stationen, typische Risiken und eine Checkliste zur Vorbereitung beschreibt die Seite Migration von VMware zu Proxmox.

Proxmox als Managed Cluster: Plattformbetrieb ohne eigene Rufbereitschaft

Wer Proxmox VE nicht selbst betreiben will, bezieht den Cluster bei managed-cluster.net als Managed Proxmox Cluster. Wir planen, bauen und betreiben ihn ab drei Nodes mit Quorum über Corosync, Ceph-Storage mit standardmäßig drei Repliken je Datenblock und 24/7-Monitoring mit Rufbereitschaft, in deutschen Rechenzentren und zum monatlichen Festpreis.

Sie kümmern sich um Ihre Anwendung, wir uns um alles darunter. Die Plattform basiert auf Proxmox VE, KVM und Ceph, und die Dokumentation von Architektur, Zugängen und Notfallplänen gehört Ihnen.

So setzen wir das um

Managed Proxmox Cluster zum Festpreis

Essentials: drei Nodes, Ceph-HA-Storage dreifach repliziert, 24/7-Monitoring, 449,99 € netto im Monat. Business: sechs Nodes über FRA01 und NBG01, 1.099,99 € netto im Monat. Enterprise: individuelle RPO/RTO- und SLA-Ziele, auf Anfrage.

Managed Proxmox Cluster

Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer. Pakete und Leistungen im Vergleich zeigt die Seite Festpreise für den Betrieb.

FAQ

Häufige Fragen: Proxmox oder VMware

Ist Proxmox eine echte Alternative zu VMware für Unternehmen?

Ja, wenn Ihr Funktionsbedarf abgedeckt ist. Proxmox VE bringt Cluster, Hochverfügbarkeit, Live Migration, Ceph-Storage und Backup ohne Lizenzgebühr mit, Herstellersupport gibt es per Subscription. Grenzen liegen bei Funktionen wie vSphere Fault Tolerance und bei Software, die ihr Hersteller nur für vSphere freigibt.

Was kostet Proxmox im Vergleich zu VMware?

Proxmox VE selbst kostet keine Lizenzgebühr. Optionale Subscriptions kosten laut Proxmox zwischen 120 € und 1.100 € netto pro belegtem CPU-Sockel und Jahr (Stand Oktober 2026). VMware vSphere gibt es nur im Abonnement, lizenziert pro CPU-Kern mit mindestens 16 Kernen je CPU; den Preis je Kern nennt Ihr Angebot. Einen Managed Proxmox Cluster betreiben wir ab 449,99 € netto im Monat.

Gibt es ein Gegenstück zu vSAN?

Ja: Ceph. Proxmox VE installiert und verwaltet Ceph direkt auf den Cluster-Nodes, als hyperkonvergenten, verteilten Storage ohne gesonderte Lizenzgebühr. In unseren Paketen Essentials und Business hält Ceph jeden Datenblock in drei Repliken auf verschiedenen Nodes. Wann ZFS-Replikation besser passt, erklärt unsere Seite Managed Ceph Cluster.

Wie aufwendig ist der Umstieg?

Das hängt von Zahl und Art Ihrer VMs ab. Kleinere Umgebungen ziehen in wenigen Tagen um, größere in Wellen über einige Wochen, während der Bestand weiterläuft. Den vollständigen Ablauf beschreibt die Seite VMware zu Proxmox migrieren.

Wann endet der Support für vSphere 8?

Die Frist für vSphere 8 nennt das Broadcom Product Lifecycle Portal unter den Einträgen „VMware vSphere ESXi“ und „VMware vCenter Server“. Den allgemeinen Support für vSphere 7.0 hat Broadcom zum 2. Oktober 2025 beendet. Prüfen Sie das Datum für Ihre Version und planen Sie Tests und Cutover so, dass sie vorher abgeschlossen sind.

Quellen

Quellen und Stand

Alle Angaben zu Proxmox VE und VMware vSphere stammen aus Primärquellen der Hersteller, abgerufen am 9. Oktober 2026. Stand dieses Vergleichs: Oktober 2026.

  1. Proxmox Server Solutions GmbH: Proxmox VE Administration Guide, Version 9.2.13 vom 24. September 2026, Kapitel „Introduction“. pve.proxmox.com
  2. Proxmox Server Solutions GmbH: „Proxmox Virtual Environment: Pricing for Subscriptions Plans“, Preise netto. proxmox.com
  3. Proxmox VE Administration Guide 9.2.13, Kapitel „High Availability“. pve.proxmox.com
  4. Proxmox VE Administration Guide 9.2.13, Kapitel „QEMU/KVM Virtual Machines“, Abschnitt „Migration“. pve.proxmox.com
  5. Proxmox VE Administration Guide 9.2.13, Kapitel „Deploy Hyper-Converged Ceph Cluster“. pve.proxmox.com
  6. Proxmox VE Administration Guide 9.2.13, Kapitel „Backup and Restore“. pve.proxmox.com
  7. Proxmox VE Wiki: „FAQ“, Fragen zur Lizenz und zur Support-Dauer der Versionen, Seitenstand 21. Mai 2026. pve.proxmox.com/wiki
  8. VMware by Broadcom: „VMware End Of Availability of Perpetual Licensing and SaaS Services“, Blogbeitrag vom 22. Januar 2024. blogs.vmware.com
  9. Broadcom Knowledge Base, Artikel 313548: „Counting Cores for VMware Cloud Foundation and vSphere Foundation and TiBs for vSAN“. knowledge.broadcom.com
  10. Broadcom TechDocs, VMware vSphere 8.0, vSphere Availability: „How vSphere HA Works“. techdocs.broadcom.com
  11. Broadcom TechDocs, VMware vSphere 8.0, vSphere Availability: „How Fault Tolerance Works“. techdocs.broadcom.com
  12. Broadcom TechDocs, VMware vSphere 8.0, vCenter Server and Host Management: „Migrating Virtual Machines with vSphere vMotion“. techdocs.broadcom.com
  13. Broadcom TechDocs, VMware vSphere 8.0, vSphere Resource Management: „Create a vSphere DRS Cluster“. techdocs.broadcom.com
  14. Broadcom TechDocs, VMware vSAN 8.0: „What Is vSAN“. techdocs.broadcom.com
  15. Broadcom TechDocs, VMware vSphere 8.0, vSphere Storage: „SAN Storage Backup Considerations“ (Storage APIs - Data Protection). techdocs.broadcom.com
  16. Broadcom TechDocs, VMware vSphere 8.0: „What Are the Software Components of vSphere“. techdocs.broadcom.com
  17. Broadcom TechDocs, VMware vSphere 8.0: „What Are the Client Interfaces for vSphere“. techdocs.broadcom.com
  18. Broadcom: „VMware Support by Product Matrix, Quick Reference Guide“, Februar 2024, Abschnitt „SDK and API Support“. docs.broadcom.com
  19. Broadcom: Datenblatt „VMware Production Support“, Stand 07/2023. docs.broadcom.com
  20. Broadcom Support Portal: Product Lifecycle, Einträge „VMware vSphere ESXi“ und „VMware vCenter Server“. support.broadcom.com
  21. Broadcom Knowledge Base, Artikel 415405: „End of General Support for vSphere 7.0“. knowledge.broadcom.com

Nächster Schritt

Proxmox oder VMware: Was passt zu Ihrer Umgebung?

Nennen Sie uns Anzahl und Art Ihrer VMs, die genutzten vSphere-Funktionen und das Ende Ihrer Verträge. Sie erhalten innerhalb eines Werktags eine erste Einschätzung; nach der Analyse folgt ein Festpreis-Angebot für Migration und Betrieb.

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